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Verzauberter Nikolaustag
Heut hatt' ich einen Weihnachtstraum:
Der Nikolaus saß hoch im Baum
und pflückte mir drei Haselnüsse,
die segelten als Zauberküsse
zur Erde nieder, weiß wie Schnee,
und einer fiel mir auf den Zeh.
Ich rief erstaunt, du guter Mann,
ich hab ja goldne Schuhe an!
Doch sag ich's dir ins Angesicht,
Dein Aschenputtel bin ich nicht!
Die Schuhe sind mir viel zu klein
und machen auch kein schlankes Bein.
Schon hüpfte ich, welch Abenteuer,
als Rumpelstilzchen um das Feuer.
Da kam der Mann im Mond daher
und rief, das scheint mir folgenschwer!
Du tanzt vergnügt im Waldesrund,
so lang, bis dir die Füße wund,
und oben hängt ein Nikolaus,
der will aus seinem Baum nicht raus.
Er knackt und knackt nur Haselnüsse
und glaubt, es wären Zauberküsse.
Was lernen wir aus dem Gedicht?
Sankt Nikolaus, er kommt heut nicht!
Dann hat er laut und schrill gelacht,
und davon bin ich aufgewacht.
© Karin Rohner 2009
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